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Die Gymnasialkirche Recklinghausen

Kirche der Schulgemeinde des Gymnasium Petrinum

„Meine Stimme ruft die Lehrer und Schüler des Gymnasiums“ lautet übersetzt aus dem lateinischen Original die Inschrift der 1954 geweihten Marienglocke. Die kleine Kirche ist heute das älteste Gebäude des Schulkomplexes des Gymnasium Petrinum. Vom Einschulungsgottesdienst bis zur Verabschiedung der Abiturienten, vom Mahnläuten bei Gedenkfeiern bis zur wöchentlichen Einladung zur heiligen Messe der Klassen 5 gehört diese Kirche zum Schulleben. Ältere Schülergruppen gestalten Gottesdienste oder Meditationen und die Unterrichtszeiten werden vor den Ferien mit ökumenischen Gottesdiensten der Schulgemeinde abgeschlossen.

Zu den besonderen Attraktionen gehören die Glockenseile im Chorraum, mit denen bis heute die beiden Glocken (1952/54) durch Schüler manuell geläutet werden. Zunehmender Beliebtheit, vor allem unter Ehemaligen, erfreut sich das Gotteshaus auch als Hochzeitskirche.

Von der Franziskaner- zur Gymnasialkirche

Erbaut wurde die Kirche als einfacher Saalbau ab 1658 als Klosterkirche der Franziskaner. Sie hatten im Zuge des Dreißigjährigen Krieges 1633 aus Dorsten fliehen müssen und sich in der Pestzeit durch ihren Einsatz großes Ansehen erworben. So erbauten die Ordensgemeinschaft auf Wunsch der Bürgerschaft ein Kloster in Recklinghausen. Dazu hatte der Kölner Kurfürst und Erzbischof Ferdinand von Bayern 1642 seine Zustimmung gegeben. Die 1658-66 errichtete Kirche musste 1686 nach einem im Kloster ausgebrochenen Stadtbrand erneuert werden. 1716 erhielt die nach der Ordensregel einfach gebaute Kirche einen kleinen Dachreiter als Glockenturm. Als Prediger und als Seelsorger in der Stadt, den umliegenden Orten (auch südlich der Emscher) und auf den Burgen des vestischen Adels erlangten die Franziskaner und ihre Kirche hohes Ansehen. An der Außenwand ist noch das Grabmal des hier beigesetzten Domherren Theodorus de Kleff (18. Jh.) zu sehen.

Am 23.8.1730 genehmigte der Kölner Kurfürst Clemens August von Bayern den zweiten Versuch zur Gründung eines Franziskanergymnasiums, zu dem der Orden nach Übernahme der Leitung die Städtische Lateinschule ausbaute. Das letzte Gebäude, die 1797 an der Pfarrkirche St. Peter errichtete Turmschule, existiert bis heute. Es beherbergt das Ikonenmuseum.

Nach der Flucht aus der Residenzstadt Bonn während der napoleonischen Eroberungen waren Kloster und Kirche ab 1794 letzter Sitz der Verwaltung des Kurfürstentums Köln. Mit dem Untergang dieses Staates fiel das kurkölnische Vest Recklinghausen an den Herzog von Arenberg, der im Zuge der Säkularisation 1803 auch Besitzer des Klosters wurde. Aus seinem Vermögen ging es 1825 in das Eigentum der Stadt über, nachdem die Bürgermeister die Umwandlung in eine Gendarmeriekaserne des Großherzogtums Berg einige Jahre zuvor hatten verhindern können. Das Verbot der Aufnahme neuer Ordensbrüder wurde durch den preußischen Staat bestätigt, so dass 1835 mit der Ausweisung des letzten Franziskaners die Ära des Klosters und damit der „Paterskirche“ endgültig beendet wurde.

Durch die neue Nutzung durch das 1829 entstandene neue Gymnasium, das ab 1835 nach Umbau und Renovierung des Klostergebäudes hierher zog, erhielt sie 1839 den Namen „Gymnasialkirche“. Mit der späteren Entstehung von Mädchenlyceum (heute: Marie-Curie-Gymnasium) und Ober-Realschule (heute: Hittorf-Gymnasium) wurde die Gymnasialkirche viele Jahrzehnte lang zur Kirche der Höheren Schulen in Recklinghausen.

Die historische Bedeutung der Kirche

Die Kirche war auch immer Zeuge oder Ort geschichtlicher Veränderungen von Vest und Stadt Recklinghausen: Zur Zeit des Kurfürstentums Köln trafen sich in Franziskanerkloster und – kirche die vestischen Landstände, die Vertretung der Städte Recklinghausen und Dorsten und der vestischen Ritterschaft.

Die Gymnasialkirche ist aber auch mit der Demokratiegeschichte der Stadt verbunden: Am 24. April 1836 wurden in der Kirche erstmals 12 Stadtverordnete durch die Wahlbürger direkt gewählt. Im Revolutionsjahr 1848 gehörten Gymnasialkirche und Pfarrkirche St. Peter am 1. Mai zu den vier Wahllokalen für die preußischen Wahlen und die zur Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Am 10. Mai 1848 wählten dann die 124 Wahlmänner in dieser Kirche den Abgeordneten des Wahlkreises 15 der Nationalversammlung, ein Symbol dafür, das die überwiegend katholische Bevölkerung der Stadt die damals als revolutionär geltenden Ideale von Einigkeit und Recht und Freiheit unterstützten.

Als Garnisonskirche der französischen Armee war sie 1923-25 während der Zeit der Weimarer Republik Symbol der Besetzung des Ruhrgebiet durch die Siegermächte des Ersten Weltkrieges. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei einem Bombenangriff am 1. November 1944 schwer beschädigt und nahm nach der Instandsetzung bis 1950 die Gemeinde der erst 1950 wieder hergestellten Propsteikirche St. Peter auf.

Architektur und Innenausstattung

Das heutige Gotteshaus präsentiert sich in der Schlichtheit einer Franziskanerkirche als 28,70 m langer und 8,60 m breiter Saalbau. Die Kreuzgewölbe liegen auf neobarocken Säulenansätze (Doppelpilastern) auf, die 1927/28 zur Ausschmückung der Kirche ergänzt wurden. Der höher gelegte (früher längere) Chorraum spiegelt noch die Nutzung als Klosterkirche wider: Im barocken Chorgestühl feierten die bis zu 20 Ordensbrüder ihre Gottesdienste; ein Chorständer trägt jetzt in St. Peter das Evangeliar. Die ebenfalls barocken Seitenaltäre zeigen Franziskus von Assisi und Antonius von Padua im einfachen Ordensgewand der „Minderbrüder“, wie sich dieser Bettelorden selbst nannte. Franziskus trägt als Attribut ein Evangelienbuch (ursprünglich auch ein Kreuz) als Symbole der Nachfolge Jesu und einen Totenschädel zur Erinnerung an Geschöpflichkeit und die Schöpfung überhaupt. Die Heiligenstatuen wurden durch den bedeutendsten westfälischen Bildhauer des 18. Jahrhunderts, Johann Heinrich Joseph Stratmann aus Geseke hergestellt. Der Hochaltar aus dem Jahre 1790 zeigt unter der Taube im Strahlenkranz, dem Symbol des schöpferischen Geistes Gottes, die Statue der Kirchenpatronin Maria. Sie wird hier als „Immaculata“, d.h. als Mutter Jesu Christi dargestellt, die in die Erlösungstat Gottes eingebunden und deshalb von Geburt an frei von menschlichen Verstrickungen und Schuld war. Der Chor- und Altarraum war früher durch die Kommunionbank abgetrennt, die heute im Eingangsbereich der Kirche steht. Altäre und Gestühl der Kirche sind Werke der Franziskanerbrüder Agapitus Mertens und Alphäus Rinklage, die auch die Klosterkirche in Hamm und Warendorf ausstatteten. Ein Triumphkreuz (18. Jh.) sowie die alten Kirchenbänke und zwei Beichtstühle ergänzen die Ausstattung. Da sie nie Pfarrkirche war, besitzt die Kirche kein Taufbecken. Die großen Kreuzwegstationen im Nazarenerstil hängen heute als Dauerleihgaben in der St. Paulus-Kirche; die barocke Sonnenmonstranz steht in der Schatzkammer von St. Peter. Die Stockmann-Orgel (17 Register, 2 Manuale) auf der Empore wurde 1962 geweiht.

In der Sakristei werden Messbücher (1632, 1664, 1777) und die beiden Prozes-sionsfahnen der Heiligen Petrus und Paulus aufbewahrt. Eine historische Schulfahne mit dem Wappen der Stadt Recklinghausen ist jetzt im Schulgebäude zu sehen.

Auch äußerlich wurde die Kirche 1838 klassizistisch überformt und erhielt eine neue Fassade zur Stadtseite hin. 1927/28 erfolgte eine erneute Veränderung mit dem heutigen, imposanten Fassadenanbau zu Große-Geld- und Hl.-Geist-Straße hin und der damit verbundenen Verlegung des Haupteingangs von der Straße zur Seite. Der neue Turmhahn wurde am 08.05.2001 geweiht. Der Glockenturm wurde 2003/04 fast völlig neu rekonstruiert und verkupfert, der Kirchplatz 2008 neu gestaltet.

In den Jahren 2014/15 wurde der Innenraum der Kirche aufwändig renoviert. Dabei wurden u.a. die Bänke durch eine moderne Bestuhlung ersetzt.

Literatur:

Georg Möllers/Ludger Linneborn (Hrsg.),Gymnasialkirche Recklinghausen 1658-2008. 350 Jahre Stadt-, Schul- und Kirchengeschichte im Spiegel der ehemaligen Franziskanerkirche (Edition Petrinum), Recklinghausen 2008 [ ISBN 978-3-00-023720-1]

(336 Seiten, 63 Beiträge, Dokumente, Fotos)

 

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4.1 Fluchtort Recklinghausen im Dreißigjährigen Krieg
4.2 Pestepidemie in der Stadt
4.3 Das Franziskanergymnasium
4.4 Conventus Richlinghusanus Ordinis Sancti Francisci Fraturm Minorum
4.5 Tagungsort der Vestischen Landstände
4.6 Das Geheimnis der Grabplatte (Arno Strassmann)
4.7 Vier Kirchweihn und 16.000 Firmungen. Bischofsbesuche im Vest (1706)
4.8 Großer Stadtbrand 1686
4.9 Fluchtort französischer Emigranten
4.10 Regierungssitz des Kurfürstentums Köln
4.11 Schulkritik und -reform im Zeitalter der Aufklärung (Dr. Christoph Thüer)
4.12 Die Säkularisation und das Ende des Klosters (Dr. Christoph Thüer)

5. Lebendige Tradition: Bibliothek und Gymnasialfonds
5.1 Der Gymnasialfonds ab 1793 (Theo Schulte-Coerne)
5.2 Eine Bibliothek zur Förderung des Guten (Andrea Fondermann)
5.3 Raritäten in der alten Klosterbibliothek (Dr. Jürgen Schwark)

6. Gymnasialkirche St.Marien als Spiegel der Stadtgeschichte
6.1 Wahllokal im Revolutionsjahr 1848
6.2 Evangelische Zuwanderung (und 1. Nutzungsstreit)
6.3 Te Deum für den König
6.4 Erst Rector Essclesiae - dann Staatssekretär und Professor
6.5 Architektonische Schmuckstücke in der Vestrischen Hauptstadt
6.6 Französische Garnisonskirche beim Divisions-Stab 1923-1925
6.7 Stadt (und Kirche) der höheren Schulen
6.8 Gedächtnis der Stadt: Das Vestische Museum (Jürgen Pohl)
6.9 Wahrung "religiöser Tiefenschichten" 1933-1945
6.10 Die Zerstörung im Bombenkrieg
6.11 Ratsentscheid gegen die Traditionalisten (2. Nutzungsstreit)

7. Zur Bau- und Kunstgeschichte
7.1 Zur Baugeschichte der Kirche im 17.-19. Jahrhundert
7.2 Zur Baugeschichte im 19. und 20. Jahrhundert
7.3 Die Paramentensammlung (Gudrun Sporbeck)
7.4 Das Patrozinium Immaculata Conceptio (Heinz Withake)
7.5 Der Bildhauer Joseph Stratmann und die Altäre der Gymnasialkirche (Dr. Hildegard Erlemann)

8. Kirche für Viele
8.1 Seelsorge und Schulkirche der Franziskaner
8.2 Schulkirche des Gymnasiums im 19. Jahrhundert
8.3 "Rodelfrei" und Gottesdienst - Kirche des Gymnasiums im 19./20. Jh.
8.4 Erinnerungen an das Mädchengymnasium (Ingeborg Roel)
8.5 Mit der "Schulfahne" in die Nachkriegszeit
8.6 Meine Freundin - Die Gymnasialorgel (Günther Grote)
8.7 "Chelobt sei ..." - Erinnerungen eines Schülers (Theo Kemper)
8.8 Netze auswerfen - Eine Predigt zum Abitur (Prof. Dr. Ulrich Lüke)
8.9 "Pfarrkirche" für St. Peter 1947-50, 1985-87, 2002
8.10 Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung (Guido Wachtel)
8.11 "Sie leuchtet" - und andere Ereignisse

9. Franziskanische Impulse in Recklinghausen und am Petrinum
9.1 Residentia Richlinghusana - eine halbe Stunde von der Stadt
9.2 "Stuckenbuscher) Krippentradition
9.3 Ein Petriner als Krisenmanager und Pionier
9.4 Gelebte Armut: Familienhilfe vom Dritten Orden
9.5 auf den Spuren des Antonius von Padua
9.6 Engagierte (Elisabeth-) Frauen in der Not der Industrialisierung
9.7 Dienst für die Kranken: Franziskanerinnen in Süd
9.8 Brückenbauer für die Eine Welt
9.9 Einmal Brasilien und zurück: Wie aus "lokal" plötzlich "global" wird. Besuch unserer Partnerschule Sao Pedro (Katharina Schwerke)
9.10 Schulseelsorge in Bocholt und am Petrinum
9.11 Partnerschaft mit Akko/Israel (Georg Möllers/Dr. Jürgen Schwark)
9.12 Bruder Tod: Hospiz zum Hl. Franziskus

10. (Religiöse) Bildung am Gymnasium Petrinum heute
10.1 Kirche der Familia Petrina
10.2 Ein spannendes "Vielleicht" (Bernd Hante)
10.3 Treffpunkt der Welt (-kirche)
10.4 Zeichnerische Facetten einer Jubilarin (Ulrike Kliszat)
10.5 Gemeinsam handeln am Petrinum - Engagement für eine unabhängige Entwicklung (Jörg Schürmann)
10.6 Aspekte heutiger Schulpastoral (Jörg Schürmann/Joachim van Eickels)

Autoren und Herausgeberverzeichnis

Bildnachweis

Literaturverzeichnis

336 Seiten, zahlreiche Fotos dun Abbildungen, erhältlich: Gymnasium Petrinum