Schullogo mit Adresse
RSS-Feed      Newsletter      
Kopfbanner der Seite:Startseite
Sie befinden sich hier: root > Aktuelles > 

Zwischen Gentechnik, Human Enhancement und Sterbehilfe

Schülerinnen und Schüler der Q1 bei der Summer School ‚Bioethik im Diskurs‘


Sollte man künstlich gezeugte Embryonen auf Erbkrankheiten hin untersuchen? Ist Sterbehilfe ethisch vertretbar? Darf der Mensch seine Leistungsfähigkeit künstlich steigern? Dürfen Agrarprodukte genetisch optimiert werden? Wie weit geht die Würde eines Tieres? Bioethische Fragestellungen prägen unsere Gegenwart und fordern heraus, Stellung zu beziehen.

Daran haben Schülerinnen und Schüler der Q1 am Donnerstag, 21.09., und Freitag, 22.09. am Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gearbeitet: Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit bioethischen Problemlagen, kontroversen Positionen und entsprechenden Argumentationsweisen in der Jahrgangsstufe EF, hatten die Oberstufenschüler nun die Möglichkeit, den Blick zu weiten und Fähigkeit zur eigenen ethischen Positionierung und Argumentation im universitären Umfeld zu stärken.

Die Summer School ‚Bioethik im Diskurs‘ ist eine Veranstaltung, die jährlich vom geisteswissenschaftlichen Schülerlabor der RUB durchgeführt wird. Von Studierenden naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen, die sich zuvor unter der Leitung von Prof. Dr. Klemens Störtkuhl intensiv mit den entsprechenden Thematiken beschäftigt hatten, erhielten die Schülerinnen und Schüler in sechs parallelen Workshops u.a. zu den Themen Stammzellforschung, Tierethik, Sterbehilfe oder Organtransplantation einen altersgerechten und wissenschaftlich fundierten Einblick in den aktuellen bioethischen Diskurs. Am ersten Workshoptag haben sie sich dabei selbstständig ein spezifisches bioethisches Thema erarbeitet und ihre Ergebnisse am zweiten Tag im Rahmen einer Podiumsdiskussion vor etwa 120 Zuhörerinnen und Zuhörern der vier teilnehmenden Schulen und der Universität vertreten. Ein interaktives Quiz, in das alle Workshops Fragen zu ihren Themen eingepflegt hatten, rundete die Tage ab.

Neben dem außerunterrichtlichen Blick auf gesellschaftlich hochrelevante Fragestellungen haben die Schülerinnen und Schüler auch auf dem Campus und in der Mensa ein wenig ‚Uni-Luft‘ geschnuppert – und vielleicht ist beim einen oder anderen die Vorfreude auf die intensive Beschäftigung mit einer Materie in einem Studium gewachsen.


Von: Martin Willebrand / RUB